
Ob Etikett auf einer Getränkeflasche, Hangtag an einem Kleidungsstück oder eine individuelle Produktverpackung – Packaging Design ist ein zentrales Element in der Markenkommunikation. Es trägt maßgeblich zur Kaufentscheidung bei, vermittelt Informationen und Emotionen und bietet – richtig eingesetzt – enormes Potenzial zur Differenzierung im Markt.
Gutes Packaging Design vereint Strategie, Funktion und Ästhetik. Doch in der Praxis geht es um weit mehr als um die Gestaltung. Technische Anforderungen, gesetzliche Vorgaben und Produktionsbedingungen machen das Thema komplex – und genau deshalb so spannend.
1. Was fällt unter Packaging Design? Ein Überblick
Der Begriff Packaging Design umfasst sämtliche gestalterischen Maßnahmen, die mit Produktverpackungen verbunden sind. Darunter fallen:
- Primärverpackungen: Produktverpackungen wie Flaschen, Dosen, Tuben
- Sekundärverpackungen: Kartons, Umverpackungen, Sleeves
- Labels und Etiketten: z. B. für Lebensmittel, Kosmetik, Getränke
- Hangtags: besonders im Fashionbereich (z. B. Preisetiketten, Markenhänger)
- Versandverpackungen: Versandkartons, Banderolen, Füllmaterial
- POS-Verpackungen: Displays, Geschenkboxen, Verpackung für Sonderaktionen
Diese Vielfalt zeigt: Packaging ist ein Querschnittsthema zwischen Branding, Produktdesign, Marketing, Technik und rechtlichen Rahmenbedingungen.

2. Warum gutes Packaging Design so wichtig ist
Erste Eindrücke entscheiden – auch im Regal
Verpackungen sind oft der erste physische Kontaktpunkt zwischen Kunde und Marke. Gerade bei neuen Produkten ersetzt das Packaging jedes Verkaufsgespräch. Innerhalb weniger Sekunden fällt die Entscheidung: Interessant oder nicht? Glaubwürdig oder austauschbar? Premium oder günstig?
Ein überzeugendes Design:
- hebt sich im Regal oder im Onlineshop ab,
- kommuniziert Markenwerte klar,
- erleichtert das Vertrauen in das Produkt,
- bietet Orientierung und Emotion zugleich.
Kaufimpuls am Point of Sale
Zahlreiche Studien belegen: Eine attraktive Verpackung kann die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen – vor allem bei Erstkäufen. Besonders in stark umkämpften Märkten wie Food, Drinks, Beauty oder Fashion ist Packaging ein strategisches Werkzeug.

3. Ästhetik trifft Pflicht: Was alles ins Design einfließt
Wer ein Packaging gestaltet, arbeitet nicht nur an der Oberfläche. Denn viele Faktoren beeinflussen, was wie gestaltet werden darf und muss:
Gesetzliche Pflichtangaben
Je nach Produktkategorie gelten unterschiedliche Anforderungen, z. B.:
- Lebensmittel: Zutatenliste, Nährwerte, Herkunft, Mindesthaltbarkeitsdatum, Nettofüllmenge, Herstelleradresse, Chargennummer, Allergene
- Kosmetik: Inhaltsstoffe (INCI), Haltbarkeitsdauer, Verwendungszweck, Warnhinweise
- Textilien: Materialangabe, Pflegehinweise, Herkunftsland, Größenangabe
- Allgemeine Anforderungen: CE-Kennzeichnung, EAN-Code, UFI-Code, Recycling-Symbole
Technische Vorgaben
Neben den Inhalten zählt auch das Wie:
- Mindestschriftgrößen (z. B. 1,2 mm für Nährwertangaben)
- Kontraste und Lesbarkeit
- Barcode-Platzierung und Druckfähigkeit
- Materialverträglichkeit mit dem Druckverfahren
- Veredelungstechniken wie Heißfolie, Prägung, Lack
Ein gutes Packaging Design berücksichtigt all diese Faktoren von Anfang an – und denkt über das „schöne Ergebnis“ hinaus.

4. Nachhaltigkeit im Packaging: Pflicht oder Kür?
Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen steigt kontinuierlich. Für viele Konsument:innen ist die Verpackung ein Gradmesser für die Glaubwürdigkeit einer Marke. Fragen, die heute beim Packaging Design mitgedacht werden müssen:
- Ist das Material recycelbar oder kompostierbar?
- Wie hoch ist der Materialeinsatz – geht es auch minimalistischer?
- Wie ist die CO₂-Bilanz von Produktion und Transport?
- Gibt es eine Möglichkeit zur Mehrfachnutzung (z. B. Dosen, Gläser, Zip-Verpackungen)?
- Wie lässt sich Nachhaltigkeit auch visuell kommunizieren, ohne Greenwashing?
Das Ziel: Verpackungen, die durchdacht, hochwertig UND verantwortungsvoll sind – und so zum Markenversprechen passen.
5. Gestaltungsspielraum & Produktionsrealität
Zwischen kreativer Idee und maschineller Umsetzbarkeit
Wer Packaging entwirft, muss neben der Gestaltung auch das „Wie“ im Blick haben. Denn: Die schönste Verpackung nützt nichts, wenn sie sich nicht effizient oder wirtschaftlich produzieren lässt.
Typische Herausforderungen:
- Begrenzte Formate oder Stanzformen bei Standardlösungen
- Druckgrenzen bei Sonderfarben, Pantone oder Veredelung
- Rüstkosten bei geringen Stückzahlen
- Mindestmengen oder lange Lieferzeiten bei spezialisierten Produzenten
Daher ist frühzeitige Abstimmung mit geeigneten Produzenten entscheidend – besonders für Start-ups oder kleinere Marken mit limitierten Auflagen.

6. Der Weg zur perfekten Verpackung: Unsere Unterstützung
Als Design-Studio begleiten wir Unternehmen von der ersten Idee bis zum fertigen Packaging – ganz gleich ob für Food-Produkte, Beauty-Artikel oder Fashion-Pieces. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung, sondern auch um die verbindende Schnittstelle zwischen Marke, Druckerei und Produktion.
Unsere Leistungen im Überblick:
- Konzeption & Design von Verpackungen, Etiketten, Hangtags
- Erstellung von Druckdaten nach Produktionsvorgaben
- Beratung zu Pflichtangaben und Layoutaufbau
- Auswahl passender Druckverfahren und Materialien
- Empfehlung von Produzenten für hochwertige Ergebnisse
- Begleitung bis zur finalen Produktion und Qualitätsprüfung
Wir denken Verpackung immer aus Markensicht – und sorgen gleichzeitig dafür, dass sie technisch einwandfrei umsetzbar ist.
Fazit: Packaging Design als strategisches Werkzeug
Verpackungsdesign ist kein Beiwerk – sondern ein zentrales Element, um Produkte sichtbar, erlebbar und erfolgreich zu machen. Es verbindet Branding, Marketing, Technik und Recht – und braucht deshalb Partner:innen, die das Ganze im Blick haben.
Ob für Food, Fashion oder Beauty: Eine gut gestaltete Verpackung überzeugt nicht nur im Regal, sondern schafft Markenbindung über den Moment hinaus. Siehe zu dem Thema auch unseren Blog Beitrag zum Thema charakteristische Typografie im Branding an.
Dein Produkt verdient mehr als eine Standardverpackung
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